Von der Wiege an war es klar, dass ich später mit Sprachen arbeiten würde. Sie lagen mir. Zunächst Latein (neun Jahre) und Französisch. Anfang der 80er Jahre dolmetschte ich noch regelmäßig für die Firma meines Vaters und unsere französischen und belgischen Kunden. Damals war Deutsch eigentlich nur eine von vielen Sprachen, mit denen ich spielte: Russisch, Isländisch, Spanisch, Koreanisch, Serbo-Kroatisch, Esperanto ... .

 

1985 wanderte ich aus privaten Gründen nach Deutschland aus und erschloss die Sprache schnell. Nach vier Jahren Englischunterricht für Erwachsene machte ich mich als Übersetzer selbständig.

 

Mittlerweile ist mein Französisch leider einigermaßen verkommen, so dass ich Übersetzungen gegen Honorar kaum noch anbiete*. Das Deutsche hat es verdrängt. Rund 30 Jahre in der Bundesrepublik lassen mich immer wieder feststellen, dass ich die deutsche Sprache liebe wie meine eigene.

 

 

* Nichtsdestotrotz bieten mir diese sehr guten Französisch-Kenntnisse oftmals eine Art Dreiecksperspektive bei der Übersetzung eines deutschen Muttertextes ins Englische, wenn ich entweder eine bereits gefertigte französische Übersetzung mitgeliefert bekomme oder – wie im Falle der Infotafeln am Kloster Blieskastel 2015 – mit einer französischen Kollegin parallel arbeiten kann.

Right from the very beginning it was obvious that I was going to work with languages. I had an aptitude for them. First, Latin (9 years) and French. At the beginning of the 80s I was still interpreting regularly for my father's company and our French and Belgian customers. At that time, German was really just one of the many languages I toyed with: Russian, Icelandic, Spanish, Korean, Serbo-Croat, Esperanto ... .

 

 

In 1985 I emigrated to Germany for private reasons and quickly took hold of the language. After having taught English to adults for four years, I went independent as a translator.

 

In the meantime, my French has sadly fallen into disuse, with the result that I now hardly offer translations for money any more*. It has in fact been displaced by German. Some 30 years in the Federal Republic have made me aware time and again that I am just as much in love with the German language as I am with my own.

 

* Having said that, this very good knowledge of French often gives me a kind of triangulation advantage when I'm translating an original German text into English, either because I receive a finished French translation together with the German, or – as in the case of the information plaques at the monastery in Blieskastel, which were done in 2015 – have the chance to work in parallel with a French colleague.